Mongolia - Lamb Chop Party

ein grosser wunsch ging in erfüllung: let´s go MONGOLIA! juliana und ich flogen am frühen morgen nach HONGKONG, assen bei unserm zwischenstopp leckere nudeln (was macht man auch sonst in HONGKONG :) ) und hüpften anschliessend in den nächsten flieger nach ULANBATAAR. 
die hauptstadt der MONGOLEI war gefüllt mit herzlichen menschen, die in bester laune am NADAM FEST teilnahmen. das nationalfest hat seinen ursprung im mittelalter und man könnte es mit den olympischen spielen des westens vergleichen. die mongolen messen sich in drei traditionellen sportarten: ringkampf, pferderennen und bogenschiessen. um einen blick auf die sportler zu werfen, kommen die menschen mit kind, pferd und katze vom land in die stadt. man verfolgt auf großen leinwänden das sportliche geschehen, aber verbringt in erster linie eine schöne zeit mit der familie. traditionelles essen und getränke dürfen dabei natürlich nicht fehlen - ganz zu unserer freude! :) 
für uns waren auch die traditionellen kleider ein absolutes highlight und kaum guckten wir einen moment zu lange, wurden wir auch schon angesprochen und um ein foto gebeten. der tourismus hat die MONGOLEI noch nicht wirklich erreicht, deshalb gab es viele lustige begegnungen inklusive überraschungs-umarmungen für mich.
nach drei tagen NADAM FEST trafen wir unsere kleine reisegruppe in einem hotel im zentrum der stadt. bei einem traditionellen abendessen lernten wir uns schnell kennen. viele-viele-viele kilometer lagen vor uns und wir waren alle mehr als gespannt, was uns auf dem land erwarten würde. 

die liebe ari stand uns als übersetzerin zur seite und hatte immer ein lächeln im gesicht. kana und taiwan lenkten die beiden fahrzeuge, erzählten interessante geschichten aus ihrer kindheit und entdeckten jedes noch so kleine oder große tier in unserer nähe. unsere bunte touri-truppe kam aus kanada, australien, saudi arabien, deutschland und singapur - die richtigen leute kamen bei dieser reise zusammen! 100% gute stimmung! :)  

UNSERE ROUTE

und dann ging es los! wir fuhren auf scheinbar endlosen strassen entlang und bogen irgendwann ins NICHTS ab. wie man sich dort orientiert ...puh... wir wissen es bis heute nicht. die landschaft und das perfekte wetter führten dazu, dass wir die jeeps immer wieder mal stoppten, um auf felsformationen zu klettern und den ausblick zu genießen. 
nach mehreren stunden erreichten wir die MITTLERE GOBI und besuchten die CHOIR MONASTERY und BAGA GADZRIN CHULUU. 
ERSTE BEKANNTSCHAFT MIT EINER TOILETTE AM LAND, CHOIR MONASTERY, ERSTE GERS, MEHR HUUSHUUR, ERSTE SCHLANGE UND KAMELE

nach unserem spannenden tag gab es noch ein ger camp (= mongolisches zelt) für die nacht zu entdecken. wir plauderten, tranken salzigen tee und liessen uns die letzten sonnenstrahlen ins gesicht scheinen. kaum war die sonne untergegangen, wurde es richtig-richtig kalt ...und das im sommer! zum glück warteten im ger dicke decken auf uns tropische hühner!
YOLYN AM UND DAS LETZTE BISSCHEN GLETSCHER

am darauffolgenden tag düsten wir weiter. mit jedem zurückgelegten kilometer verschwand auch das grün in der landschaft. in YOLYN AM tauchten wir dann in ein ganz besonderes valley ein: gallopierende pferde, eine enge schlucht, ein gletscher und eine handvoll jugendlicher, die sich mit einem telefon die zeit vertrieben. wow!

am nächsten tag fanden wir uns in einem sandsturm wieder. -aua, das tut weh!- 
der sturm hielt jedoch nicht lange an und die WÜSTE GOBI zeigte sich von ihrer schönsten, wenn auch heissesten seite. 
am frühen morgen brachte uns ari zu einer der höchsten sanddünen. diese streckt sich mit ca. 195m in den himmel. am anfang liefen wir ganz locker die ersten hügelchen hinauf, dann wurde es plötzlich richtig schwierig auch nur einen schritt weiterzukommen... einen schritt nach vorne und zwei zurück oder so! irgendwann ging es nur mehr auf allen vieren nach oben. belohnt wurden wir mit einem unglaublichen ausblick und einem singenden sand. die einheimischen nennen die dünen deshalb auch "singende dünen". 
von der düne runter ging es super schnell: man läuft, rollt oder fliegt :) 
am späten nachmittag besuchten wir eine nomadische familie. die lustige dame des gers erzählte ganz offen über ihr leben in der WÜSTE GOBI. besonders beeindruckend waren ihre schilderungen der davongelaufenen kamele (bis zu 200 km!) und die modernen helferchen (GPS oder dronen), die nun zum einsatz kommen. 
wir verbrachten mehrer tage im süden der MONGOLEI und erkundeten verschiedene plätze: KHONGORYN ELS, ONGIIN KHIID MONASTERIES, BAYANZAG
danach ging es wieder in den norden und die graslandschaft, ziegen, pferde und kühe kamen zurück. für zwei nächte durften wir bei einer nomadischen familie leben bzw. in deren "garten". wir stellten unsere mitgebrachten zelte auf und halfen bei den täglichen aufgaben. für unseren besuch wurde leider auch ein zieglein gefangen und na ja... ich weiss jetzt, wie man traditionelle knödel mit ziege macht. lecker! 
DER KLEINE SONNENSCHEIN FAND ES TOLL SELFIES MIT MEINER KAMERA ZU MACHEN. 
nach den zwei tagen ohne fliessendem wasser war ich mehr als bereit für eine dusche. zu meiner freude ging es in die ehemalige hauptstadt: KARAKORUM
KARAKORUM als stadt zu bezeichnen... hm, eher ein grösseres dorf MIT WASSER! :) wir hüpften alle schnell unter die dusche und besichtigten dann die ruinen und noch erhaltenen tempel. früher war KARAKORUM einer der multikulturellesten plätze der welt. viel handel, viele religionen, viele sprachen und alles friedlich! 
KARAKORUM - DIE ALTE HAUPTSTADT

"morgenstund hat gold im mund", war das motto von KARAKORUM. zu dritt standen wir um 5:00 Uhr auf und gingen auf einen der nahegelegenen hügel hinauf. der leichte regen und der sonnenaufgang brachte uns mehrere regenbögen und eine goldige graslandschaft. 
nach dem frühstück ging es weiter in den KHUSTAI NATIONAL PARK. dort dufte ich mir ein pferdchen aussuchen und über die graslandschaft fegen. -yay- es war ein absoluter traum! (note to myself: mongolische pferde haben temperament, mongolische pferdebesitzer kennen keinen helm) 
die 13 tage verflogen leider im rasenden tempo. :(  
unseren letzten tag verbrachten wir wieder in ULANBATAAR, tja, und dann kam der schmerzliche abschied von unseren neuen freunden und diesem beeindruckenden land.

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