Tana Toraja's water buffalos
GERMAN: eine kleine WARNUNG! diese eintrag inklusive bilder ist nicht ganz so einfach zu verdauen und kann gerne ueberspungen werden. ich moechte keine tierfreunde veraergern…
ENGLISH: a little WARNING! this entry including pics is a bit heavy and you might want to skip it. i don’t want to upset any animal friends… (English part at the bottom)
letzte woche tauchten wir ab in eine richtig spannende gegend. frueh am morgen huepften wir in MAKASSAR in einen klimatisierten bus und fuhren holprige 10 stunden …korrektur… 12 stunden (inklusive versagen der kuehlung) in den norden. um 20:00 uhr war es dann geschafft: HALLO TANA TORAJA! unsere neue hostfamilie schickte zwei freunde inklusive motor-rikscha zur „bushaltestelle“. mit unseren rucksaecken auf den beinen und den beiden maennern auf dem rikscha-motorrad ging es zwischen den feldern und ohne einer richtigen strasse zu unserer neuen unterkunft …wie wir es bis zum haus geschafft haben, wissen wir bis heute nicht!
eine ganz liebe familie wartete dort auf uns und zeigte uns das grosse holzhaus. man schlaeft in TANA TORAJA auf einer matratze am boden und duscht, wie so oft in INDONESIEN, mit einem kleinen eimer und kaltem wasser. bei 19 grad bedeutet das: augen zu und durch! :)
am naechsten morgen schluerften wir unseren ersten richtigen TANA TORAJA kaffee (eine besonderheit!) und beobachteten die ersten wasserbueffeln zwischen den reisfeldern. die huehner, hunde und katzen liefen ebenfalls rund um das haus und die libellen und kleinen voegelchen flogen froehlich ueber die felder …wow, jackpot!
ENGLISH: a little WARNING! this entry including pics is a bit heavy and you might want to skip it. i don’t want to upset any animal friends… (English part at the bottom)
letzte woche tauchten wir ab in eine richtig spannende gegend. frueh am morgen huepften wir in MAKASSAR in einen klimatisierten bus und fuhren holprige 10 stunden …korrektur… 12 stunden (inklusive versagen der kuehlung) in den norden. um 20:00 uhr war es dann geschafft: HALLO TANA TORAJA! unsere neue hostfamilie schickte zwei freunde inklusive motor-rikscha zur „bushaltestelle“. mit unseren rucksaecken auf den beinen und den beiden maennern auf dem rikscha-motorrad ging es zwischen den feldern und ohne einer richtigen strasse zu unserer neuen unterkunft …wie wir es bis zum haus geschafft haben, wissen wir bis heute nicht!
eine ganz liebe familie wartete dort auf uns und zeigte uns das grosse holzhaus. man schlaeft in TANA TORAJA auf einer matratze am boden und duscht, wie so oft in INDONESIEN, mit einem kleinen eimer und kaltem wasser. bei 19 grad bedeutet das: augen zu und durch! :)
am naechsten morgen schluerften wir unseren ersten richtigen TANA TORAJA kaffee (eine besonderheit!) und beobachteten die ersten wasserbueffeln zwischen den reisfeldern. die huehner, hunde und katzen liefen ebenfalls rund um das haus und die libellen und kleinen voegelchen flogen froehlich ueber die felder …wow, jackpot!
BEERDIGUNG- ein anlass zum feiern
ein kleiner einblick in die kultur: in TANA TORAJA stirbt man nicht einfach so… nein-nein! erst bei der beerdigung ist man erst wirklich tot und das kann dauern. die familie der verstorbenen person muss zuerst eine unsumme an geld aufbringen und behaelt waehrend dieser zeit den leichnam im haus …im schlafzimmer der eltern (wenn es ein traditionelles haus ist). sehr viele beerdigungen finden in den sommermonaten statt und die vorbereitungen dafuer sind enorm. eingeladen ist jeder der zeit hat und gute laune mitbringt. je besser die stimmung, desto leichter faellt es der verstorbenen person abschied zu nehmen und in das paradies/ himmel/ unendlichkeit ueberzugehen. damit die verstorbene person dort auch schnell ankommt, muessen wasserbueffeln (manchmal auch andere tiere) unterstuetzen und geopfert werden. das ganze ist ein wichtiger teil der zeremonie die von einem christlichen priester geleitet wird. es vermischen sich christlicher glaube und tradition in TANA TORAJA.
wir sind also an unserem zweiten tag mit paulus und phillips (hostpapa + freund) in die berge gerollt. side note: nach diese holprige tour, koennen wir nun auch ohne uebertreibung sagen, dass wir mit dem scooter wirklich ueber jeden stock und jeden stein rollen koennen. :) :)
im letzten eck versteckte sich ein kleines dorf indem wir die beerdigung einer verstorbenen alten frau miterleben durften. wir wurden ganz herzlich von der familie der verstorbenen begruesst und sie bedankten sich fuer unser kommen. besucher aus fremden laendern sind sehr-sehr willkommen und scheinen die beerdigung zu etwas besonderem fuer die verstorbene person zu machen.
wir sassen mit den einheimischen auf einer plattform mit ueberdachung und besprachen die ablaeufe mit paulus und phillips. waehrenddessen wurden mehr und mehr wasserbueffeln in die mitte der traditionellen haeuser gefuehrt. paulus erzaehlte uns auch von wasserbueffelkaempfen die immer wieder mal stattfinden …es war fast auf die minute, dass einige maenner vor unserer nase die bueffeln zum kaempfen brachten und mein fruehstueck fast wieder hochkam. die bueffeln knallten dabei mit den koepfen gegeneinander, die riesigen hoerner verkeilt und nach ein-zwei stoessen lief der schwaechere davon. fuer mich persoenlich passte das nicht zur bevorstehenden zeremonie.
grundsaetzlich waren wir jedoch richtig beeindruckt von den bauern in TANA TORAJA. die tiere werden von den bauern extrem gut behandelt und man sah einige maenner die ihre wasserbueffeln bis zum schluss noch streichelten und ihnen gut zusprachen. einen jungen mann findet ihr kuschelnd im bild.
eine stunde spaeter erklang traditionelle musik und man hoerte den priester laut gebete sprechen. uns wurde erklaert, dass in diesem moment die familie mehrere male im kreis um die verstorbene frau geht und sie damit endgueltig verabschiedet wird – also, nun fuer tot erklaert wird (auch wenn sie fuer westliche verhaeltnisse bereits 9 monate zuvor verstorben ist). der priester kam danach aus dem haus um die wasserbueffeln zu segnen und sich auch gleichzeitig fuer ihre opferung zu bedanken.
nach den letzten worten des priesters wurde ein bueffel ausgewaehlt und geopfert – schnitt durch den hals. die menge an blut war unfassbar und ich musste mich immer wieder mal wegdrehen… zur gleichen zeit teilte die familie tee, kaffee und traditionellen kuchen an alle aus. der kaffee war eine perfekte ablenkung fuer mich!
der wasserbueffel wanderte einmal im kreis und legte sich dann schliesslich, fuer seine letzten atemzuege, auf den boden. eine ganze gruppe an maennern stuerzte sich anschliessend auf den wasserbueffel und zerlegte ihn innerhalb kuerzester zeit. im hintergrund wurden gemuese gerichte zubereitet und eine feuerstelle errichtet. fuer uns waren die 3 stunden absolut ausreichend und wir verabschiedeten uns daher von der feier. …mein magen haette weitere bueffelopfer bestimmt auch nicht weiter ertragen.
mit dem scooter fuhren wir dann noch weiter die berge hinauf… die strassenverhaeltnisse wurden dabei nur noch schlechter! wir stoppen immer wieder mal um die aussicht zu geniessen und auch um die besonderen graeber zu besuchen. die toten finden nach der zeremonie in einem fels-/steingrab oder in höhlen ihre letzte ruhe, nur fuer verstorbene babys gibt es einen baby-baum. der baby-baum war schon sehr speziell – die babys werden an einen baum uebergeben und dieser uebernimmt dann die rolle einer schuetzenden mama. ein toller gedanke!
unser hostpapa hat, bei einem unserer stopps in den bergen, zufaellig eine bekannte getroffen und wir wurden von der freundlichen frau zu einer zeremonie in der naehe eingeladen. wir fuhren also noch weiter bergauf ueber stock und stein …bis der scooter nicht mehr konnte (zu steil!) und felix das letzte stueck zu fuss laufen musste, damit ich und der scooter es irgendwie bergauf schafften. endlich angekommen …puh… wurden wir sofort von allen seiten umschwaermt und die familie der verstorbenen hatte die freude ihres lebens. 1000 fotos spaeter :) wurde uns kaffee, tee, reiswein und ein ordentliches stueck vom gegrillten wasserbueffel gebracht. die familie blieb dabei die ganze zeit bei uns und der sohn der verstorbenen hatte unendlich viele fragen. es war eine tolle stimmung und das kleine bergdorf machte es wesentlich ueberschaubarer fuer uns. da wir wirklich nur durch zufall zu den feierlichkeiten gestossen sind, hatten wir keinerlei geschenke mehr bei uns und wollten der familie daher etwas geld uebergeben (normal wird zucker, zigaretten, ein tier oder eben geld uebergeben) …die familie hat sich jedoch total gewehrt und auch unser hostpapa konnte sie nicht ueberreden unser geld zum dank anzunehmen. der sohn der verstorbenen frau erklaerte uns schliesslich, dass sie noch nie besuch von fremden hatten und sich alle total ueber unser kommen freuen. diese grosszuegige und herzliche art ist unfassbar! wir nehmen tolle erinnerungen von diesem kleinen dorf mit uns mit – wirklich einmalig!
fuer die verstorbenen gibt es aber auch jahre nach der zeremonie noch besondere feierlichkeiten. ca. alle 3 jahre werden die graeber feierlich geoeffnet und die toten bekommen bei der sogenannten manene neue kleidung, frische luft und eine geputzte ruhestaette. unser hostpapa wollte uns zu einer dieser manene mitnehmen, wir lehnten jedoch dankend ab …dann doch lieber durch die berge und reisfelder flitzen! :)
an einem der darauffolgenden tage besuchten wir den grossen markt in BOLU. mehrere hundert wasserbueffeln, schweinchen, haehne, obst, gemuese, kleidung und noch vieles mehr ewartete uns dort. wir durften die wasserbueffeln streicheln und ein aelterer herr drueckt mir seinen stolzen hahn in die haende.
wir trafen dort auch auf eine gruppe aus WEST PAPUA. einer der maenner winkte mir bereits aus der ferne zu, schnappte sich die kopfdeko seines freundes, und stapfte auf mich zu… mit einem mega laecheln setzte er mir die „krone“ auf und wir schossen (klar!) ein paar fotos. :) …jetzt will ich also nach PAPUA und versuche noch immer felix dazu zu bewegen.
wir trafen dort auch auf eine gruppe aus WEST PAPUA. einer der maenner winkte mir bereits aus der ferne zu, schnappte sich die kopfdeko seines freundes, und stapfte auf mich zu… mit einem mega laecheln setzte er mir die „krone“ auf und wir schossen (klar!) ein paar fotos. :) …jetzt will ich also nach PAPUA und versuche noch immer felix dazu zu bewegen.
die verbleibenden tage verbrachten wir in unserer tollen unterkunft mitten im reisfeld. stundenlang beobachtete ich die wasserbueffeln die sich zwischen den feldern im schlamm waelzten und folgte den kindern inklusive wasserbueffeln zum naheliegenden fluss …es heisst schliesslich nicht umsonst WASSERbueffel. :)
im haus der hostfamilie befand sich auch eine mini-schule. leider kamen nur wenige kinder waehrend unserer paar tage in RANTEPAO. es gibt also kleine grossen geschichten zu erzaehlen, nur unser selbstgebasteltes „who is it?“ spiel und die zeichenkuenste koennen „bestaunt“ werden. :) :)
nach 10 tollen tagen mussten wir unsere sachen leider wieder packen …als naechstes: 12 stunden im bus ueber die berge, yay!
nach 10 tollen tagen mussten wir unsere sachen leider wieder packen …als naechstes: 12 stunden im bus ueber die berge, yay!
ENGLISH:
if you scrolled until here you have seen the photos already …bloody hell – i know! so, here are the stories to the photos:
last week we explored an amazing region. early in the morning we hopped onto an aircon-ed bus in MAKASSAR and went 10 hours …correction… 12 hours (inclusive breakage of the cooling system) up north. at 8pm we arrived: HELLO TANA TORAJA! to make things easy for us our new host family sent two friends including a motor-rickshaw to the “bus stop”. it was quite a crazy ride through the rice fields before we finally reached a big wooden house …our new accommodation. a lovely family, a mattress on the floor and a cold bucket shower (TANA TORAJA style) was waiting there for us. 19 degrees made us shower within a few seconds! :)
the next morning, we slurped our first coffee from TANA TORAJA (specialty!) and watched the water buffalos walking between the rice fields. chicken, dogs and cats ran around the house too and the dragonflies and small birds flew happily over the fields … wow, jackpot!
FUNERAL – an occasion to celebrate
a little bit about the culture: people don’t just die in TANA TORAJA… no-no! only after the funeral someone is truly pronounced dead and this can take some time. first, the family of the deceased person has to put a whole lot of money together to afford the expensive funeral and during that time the dead body stays within the family home …in the bedroom of the parents, pointing south (if it is a traditional house). a lot of funerals are held during the summer months and the preparations for it are enormous. the family welcomes everyone in a good mood and with time at hand. the better the mood during the ceremony, the easier it is for the deceased person to leave this life and to transcend to paradise/ heaven/ eternity. to do so quickly the water buffalos (sometimes different animals) are asked to support and are therefore sacrificed. this is one of the most important parts of the ceremony which is led by a christian priest. in TANA TORAJA the christian belief and tradition go hand in hand and make it very special.
so, on our second day we went up the mountains with paulus and phillips (host dad + friend).
side note: having managed this bumpy tour with the scooter we can now and without exaggeration say that we can roll over pretty much every road. :) :)
after an hour of driving, we entered a nicely hidden village where we could join the funeral of an old lady. the family gave us a warm welcome and thanked us for coming. visitors from abroad are especially welcome and seem to make the funeral very special for the deceased person.
we sat down with the locals on one of the many wooden platforms and discussed the ceremony with paulus and phillips. in the meantime, more and more water buffalos were led into the middle of the traditional housing complex. paulus also told us about the water buffalo fights that happen from time to time …it was at the very moment when a few men encouraged the water buffalos to start a fight right in front of us. i could feel my breakfast coming up… :( the buffalos ran into one another and locked horns for several seconds until the weaker buffalo would try to escape the fight. for me personally this was quite out of place and shouldn’t happen before, during, or after a funeral.
in general we were however really impressed by how caring the farmers were with their water buffalos. some men would pet and talk to them until the very end. you can find one man calming his buffalo in the picture.
an hour later, we could hear traditional music playing and the priest speaking his prayers. we were told that during that time the family walked in a circle around the dead body and they say their final goodbyes. – from that moment on she is pronounced dead (even though the woman died 9 months ago). after some time the priest came out of the house and blessed the water buffalos and thanked them for their sacrifice.
after the priest’s last words they chose a buffalo and sacrificed it – quick, clean cut on the throat. the amount of blood was unbelievable and i had to turn away from time to time… at the same time the family served tea, coffee and traditional cake to everyone. the coffee was the perfect distraction for me!
the water buffalo walked one small circle and then laid down to take his last few breaths. after some time, a group of men started to take the buffalo apart. it all happened quite fast – very skilled! at the back they prepared vegetable side dishes and started an open fire.
three hours and one sacrifice seemed more than enough for us and so we left the ceremony behind us …my stomach could only handle so much.
back on the scooter we drove further up the mountains… the streets got worse and worse! we stopped here and there to enjoy the views and to visited the outstanding TANA TORAJA graves. after the ceremonies the bodies are brought to big stone graves or caves, only babies rest in a baby-tree. the baby-tree is very special – the babies are handed over to the tree which is believed to turn into the protective mom of the baby. nice thought!
during one of the stops our host dad met a friend of his who invited us to a ceremony nearby. we agreed to come and drove a tricky road even further up the mountains …until our scooter couldn’t do it anymore (too steep!). felix had to jump off and walked the last bit while the scooter and i fought our way up to the ceremony. once we reached we were immediately surrounded by the family of the deceased person. all super happy to see us! 1000 photos later :) and they offered us coffee, tea, rice wine and a big piece of the grilled buffalo meat. (luckily… no more sacrifices for the day) the family stayed with us the whole time and the son of the deceased person had a ton of questions. it was a great atmosphere in the small village and it was easier for us to grasp everything. due to the spontaneous invitation we had no gifts for them and so we decided to give them some “thank you money” (the usual presents are sugar, cigarettes, an animal or money) …however, the family totally refused to accept any money from us, not even our host dad could convince them to take it. the son then explained to felix that they never had any foreigner come to them and that everyone is so happy to have us join the ceremony. what a generous and heartfelt gesture! we take incredible memories of this little village with us – amazing!
several years after the actual funeral the celebrations continue. about every 3 years people come together and celebrate again. during the so called manene the relatives of the deceased person open the grave to clean it, dress the dead body with new clothes (take photos!) and allow some fresh air into the grave. our host dad offered to bring us to one of these celebrations, but we politely declined …the mountains and rice fields seemed more appealing to us! :)
on one of the following days we visited the big market in BOLU. several hundred water buffalos, pigs, roosters, fruit, veggies, clothes and lots more awaited us. we were allowed to pet the water buffalos and an elderly man handed his proud rooster over to me. we also met a friendly group from WEST PAPUA. one of the men waved at me from far, took his friend’s decorative hat and walked over to me… with a wide grin he put the “crown” on my head and (of course!) we took some photos. :) …now i want to travel to PAPUA and i am still trying to convince felix.
we spent our remaining days in and around our accommodation surrounded by the beautiful rice fields. for hours i would watch the water buffalos rolling around in the mud and i also followed the kids including buffalos down to the river …why else would they be called WATER buffalos :)
we also discovered the mini-school at the host’s house. unfortunately, only a few kids came while we were in RANTEPAO and there are no big stories to tell. you can however “admire” our self-made “who is it?” game. :) :)
after 10 incredible days we had to pack our bags again …next: traveling 12 hours over the mountains, yay!













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