Wild SUMBA ...around TAMBOLAKA

ein kurzer flug brachte uns nach TAMBOLAKA, SUMBA. die kleine insel wird gerne vergessen bzw. mit SUMBAWA verwechselt. die wenigen touristen die sich auf die insel verirren sind meist aus INDONESIEN selbst …wir waren also wieder mal eine kleine attraktion!

wir stellten uns von beginn an auf eine eher schwierigere reise ein, unterschaetzten jedoch die strenge marapu kultur und die aggressivitaet der maenner vollkommen.

ein paar infos vorweg:
- SUMBA ist eine der aermsten inseln in INDONESIEN
- die menschen in SUMBA leben nach der traditionellen marapu religion – eine nicht anerkannte religion die sich oft mit dem christentum vermischt
- in der vergangenheit wurde SUMBA von den naheliegenden inseln als ‚gewaltsam‘ bezeichnet (diesen eindruck macht sie auf mich nach wie vor)
- die kopfjagd fand zuletzt vor ca. 100 jahren statt, die totenkopfbaeume findet man in den marapu doerfern immer noch
- das jaehrliche PASOLA FESTIVAL ist nichts fuer schwache nerven: pferde + speere + viel blut das wiederum eine gesegnete ernte verspricht (das blut der maenner muss den boden beruehren)
- fast alle maenner tragen ein kabeala (= grosses messer) mit sich rum, in den beiden groesseren staedten sind diese (aus gutem grund) nicht mehr erlaubt
- ein konflikt innerhalb der familie oder mit einem anderen dorf kann schnell mal ausarten und schwer verletzt oder sogar toetlich enden, ein beispiel: vor kurzem hat ein mann die leber (= sitz der seele) eines anderen mannes rausgeschnitten und gegessen
- manche konflikte enden auch mit einem brennenden haus/ dorf
- fremde sind  entweder willkommen oder verhasst (die grossen messer werden dabei gerne als verstaendigungsmittel eingesetzt)

wir stuerzten uns also in dieses „wunderbare“ abenteuer…
unsere super nette gastfamilie in TAMBOLAKA gab uns einige tipps und versicherte uns, dass mit felix’s sprachkenntnissen auch der unsichere westen kein problem sein wuerde. am naechsten tag rollten wir daher mit dem geliehenen scooter richtung KODI. nur wenige autos, lastwaegen und scooter begegneten uns und die strassen verloren sich nach der kleinen stadt TAMBOLAKA schnell mal in kleine holperwege. die natur war einmalig und die menschen entlang der hauptstrecke riefen uns das bekannte „hello mr!“ zu.
da google maps nicht die groesste hilfe darstellte, erkundeten wir uns bei den einheimische nach dem weg und wurden von einem holperweg zum naechsten gewunken – unser scooter war ein huepfendes kaenguru!
leider-leider erwischte uns irgendwann der regen und wir stoppten bei einigen frauen und kindern. die minuten vergingen und wir hatten einen netten austausch mit den frauen BIS die nachbarn ganz hysterisch zu uns liefen und wild herum schrien. alle sprangen auf und packten die kinder… eine junge frau klaerte felix kurz ueber die situation auf: ein kampf war hinter dem haus am reisfeld ausgebrochen und wir und unser wertvoller scooter mussten aus der sichtweite. wir versteckten uns kurz und versuchten einen kuehlen kopf zu bewahren …das klappte -naja-! die aelteren frauen und kinder liefen zu den weiter entfernten haeusern und wir entschieden uns mit dem helm tief im gesicht fuer die flucht nach vorne. mein t-shirt verdeckte meine arme leider nicht und ich war nach wie vor ein „weisser leuchttrum“ der ueber die holprige strasse huepfte + felix hinten drauf (ebenfalls ein ungewoehnlicher anblick fuer SUMBA)
zum glueck waren die maenner mit ihrem unsinnigen kampf gut beschaeftigt und keiner bemerkte uns. puh!

wir kamen gut weg und das wetter war fuer ca. eine halbe stunde auf unserer seite. dann setzte der regen erneut ein und wir waren mitten im nirgendwo. eine kleine huette tauchte dann doch noch auf und wir fragten ganz lieb ob wir fuer kurze zeit unter den vorsprung des daches durften. schnell stellte sich heraus, dass wir bei einer bettelarmen familie gelandet sind. die eltern und die fuenf kinder waren alle ganz aufgeregt und sehr freundlich. wir nahmen schliesslich auf einer ausgelegten matte am boden platz und bekamen tee vorgesetzt. die einzige tochter der familie schien die grosse hoffnung zu sein. das 15 jaehrige maedchen darf in die schule gehen und erhaelt seit kurzem englischunterricht. der papa bat uns daher englisch mit ihr zu sprechen und das ganze endete als einstuendiger englischunterricht …vor der tuer regnete es ohnehin wie verrueckt :(
da sassen wir also: die tochter mit ihrem kleinen notizbuch und einem stift, das brennende feuer, hunde und huehner auf den paar m2 verstreut, ein suesses huehnchen in meiner hand und die eltern dankbar neben uns
bei unserem abschied kuesste der papa unsere haende (= zeichen von enormen respekt) und schenkte mir das kleine huehnchen. felix konnte ihn aber irgendwie doch davon ueberzeugen, dass das huehnchen bei der familie besser aufgehoben sei. wir bedankten uns fuer die gastfreundschaft und steckten dem papa geld fuer den tee zu. sehr-sehr schwierig… wir wuenschen der familie das ALLERBESTE fuer die zukunft :)

nach weiteren holperwegen kamen wir an einem huebschen dorf vorbei. wir stellten unseren scooter vor dem dorf ab und wollten eine aeltere frau ansprechen. – in SUMBA kann man nicht einfach so in ein dorf stapfen, man muss um erlaubnis bitten.
zu unserem erstaunen, lief die alte frau voller panik vor uns davon. …vor UNS! wir gingen einige meter weiter und diesmal waren es kinder die sich schnell vor uns versteckten. die hunde kuendigten uns zur selben zeit im ganzen dorf an und kurz darauf stapfte ein mann (ohne messer!) auf uns zu. er war das oberhaupt des dorfes und wirkte im ersten moment sehr angespannt… nach einigen saetzen mit felix, ueberwog die neugierde der kinder und sie kamen ebenfalls zu uns. auch die aeltere frau stand ploetzlich neben mir (noch immer vorsichtig).
nach einem 15-minuetigen austausch verliesen wir das dorf wieder ...in begleitung der kinder und der aelteren frau :) :)

danach ging es zu unserem eigentlichen ziel: WEEKURI LAKE und MANDORAK STRAND
ein schoener „see“ der durch loecher im felsen mit dem meer verbunden ist und kleine korallen und fische beinhaltet. nach unserem intensiven weg dorthin, war uns jedoch nicht mehr nach schwimmen zu mute… lieber entspannen und den traumhafter blick geniessen, bevor es ueber die holperwege zurueck nach TAMBOLAKA ging. :)

am naechsten tag besuchten wir den markt in TAMBOLAKA und kauften jede menge obst und gemuese ein. in SUMBA gibt es nur wenige warungs (= einfache restaurants) in den staedten und ausserhalb der paar staedte findet man NICHTS. die menschen koennen sich diesen luxus nicht leisten – z.b.: eine suppe im warung kostet 80 EUR cent
danach ging es erneut in den sueden. der weg dorthin war uns nun bekannt und eine genaue anleitung zum schoenen dorf RATENGGARO hatten wir auch dabei. nach fast zwei stunden erreichten wir den strand neben dem dorf. wir trafen das oberhaupt des dorfes und seine familie am strand und wurden anschliessend mit ins dorf genommen. in RATENGGARO fuehlten wir uns willkommen und ich traute mich die kamera auszupacken. den rest der „zeitreise“ verraten euch die fotos:
village chief + his kabeala + the king's megalithic tomb

danach fuhren wir eine weitere stunde ueber holperwege zum WATU MALANDONG STRAND. das war eine holpertour! wir schafften es gerade so und fanden einen langen, einsamen stand mit tollen felsformationen vor.


ENGLISH: 
a short flight to the south and we found ourselves in TAMBOLAKA, SUMBA. the small island is easily overlooked  or people mix it up with SUMBAWA. the few tourist who make the effort to visit are mostly INDONESIANS …which meant that we were again a little attraction!

from the very beginning we were prepared for a rather difficult journey. however, we underestimated the strict marapu culture and the aggressive behavior of the local men.

a few info to start with:
- SUMBA is one of INDONESIA’S poorest island
- the majority of the people follow the traditional marapu religion – unrecognized by the authorities and nowadays often mixed with the christian faith
- in the past islands around SUMBA regarded SUMBA as a very ‘violent’ island (i get this impression even today)
- headhunting took last place about 100 years ago, the skull trees can still be found in the marapu villages
- the yearly PASOLA FESTIVAL is not for the faint-hearted: horses + spear + lots of blood which supposedly brings a great harvest (the men’s blood has to touch the ground)
- nearly all men carry a kabeala (= big knife) with them, it’s no longer allowed in the two big cities (for very good reasons)
- a conflict within the family or with another village can quickly escalate and finish badly injured or even deadly, one example: recently someone cut out someone’s liver in order to cut out his soul (which is located there) and he then ate it
- some conflicts end with a burning house/ village
- strangers are either welcome or hated (they make themselves understood with their big knives)

so yes, we plunged into a “wonderful” adventure…
our super friendly host in TAMBOLAKA gave us several good hints and assured us that with felix’s language proficiency we wouldn’t face any problems in the unsafe west of the island. the rule was: get back before the sun sets.
on the very next day we rented a scooter and rolled towards KODI. we saw only a few cars, trucks and scooters along the way and the roads turned into muddy paths the further we got away from the small town TAMBOLAKA.

nature around us was beautiful and the people along the main route shouted the familiar greeting “hello mr!” in our direction.
unfortunately, google maps wouldn’t help us all that much in this remote area and we ended up approaching locals who waived us from one bumpy path to the next – our scooter was a jumping kangaroo!
sadly, we got into a rain shower and stopped in front of a house with women and children at their porch. the minutes past and we had a nice chit-chat with the women UNTIL the neighbors came running and screaming over. the women jumped up and grabbed the children… a young lady briefly explained the situation to felix: the men were apparently fighting at the rice field behind the house and the two of us plus our precious scooter had to be out of sight. we somewhat hid for a moment and tried to keep a cool head …that worked so-so! the older women and children went off to houses further away and we decided with our helmet shields deep in our faces to drive away. no matter how, my t-shirt would nonetheless show my arms and i was still this “white lighthouse” hopping over the bumpy road + felix right at my back (another unusual thing in SUMBA).
luckily, the men were too busy with their absurd fight to even notice us.

we quickly got away from it all and had the weather on our side …at least for half an hour or so.
when the rain came back we were in the middle of nowhere. eventually, a tiny hut appeared and we asked nicely for a bit of the family’s roof. we quickly realized that we had an extremely poor family in front of us... the parents and their five children got really excited and were all very kind to us. we then sat down on a laid out mat on the floor and tea was handed over to us. the only daughter of the family seemed the parents’ big hope. the 15 year old girl is allowed to go to school and receives english lessons there. we were therefore asked to speak english with her …and of course it turned into an hour-long english lesson …outside it was anyway pouring down like crazy :(
so there we sat: the daughter with her little notebook and a pen, the burning fire, dogs and chicken scattered around the few m2, a sweet chick in my hand and the thankful parents right next to us
when we finally had to say goodbye the father kissed our hands (= sign of tremendous respect) and gave me the sweet chick as a gift. felix somehow managed to convince him that the chick is better off with them. we thanked them for their hospitality and handed the father money for the tea. very-very difficult… we wish the family the VERY BEST for their future :)

after some more muddy paths we came by a stunning village. we parked our scooter outside the village and tried to approach an elderly woman. – in SUMBA you can’t just enter a village, everyone has to ask for permission.
to our surprise the elderly woman panicked and ran away …away from US! we walked further and then, had kids quickly hiding from us. at the same time, the dogs announced that we are in the village and a man (without a knife!) came towards us. he was the village chief and seemed very tense at first… after a few sentences with felix we had the curious kids join us. the elderly woman appeared all of a sudden as well (still cautious).
after a 15-minutes chat we left the village again …accompanied by the children and the elderly lady :) :)

we then finally, made it to our actual destination: WEEKURI LAKE and MANDORAK BEACH
the beautiful WEEKURI “LAKE” is connected with the sea via holes in the rocks and corals and little fish can be found in it. because of our intense trip we were no longer in the mood for swimming and decided to rather relax and enjoy the stunning view before heading back to TAMBOLAKA. :)

on the next day we visited the market in TAMBOLAKA and bought quite some fruit and vegetables. in SUMBA there are not many warungs (= simple restaurants) in the cities and outside the few cities there is NOTHING. the people simply can’t afford this kind of luxury – e.g.: one soup in a warung costs 80 EUR cent

afterwards, we were on our way south again. we knew the way now and had exact directions to the beautiful RATENGGARO VILLAGE with us.
two hours later, we reached the beach next to the village and met the village chief and his family there. we followed them to the village and felt welcome enough to take out our camera and capture this kind of “time travelling”.

after some time, we were up on the scooter again and on our way to WATU MALANDONG BEACH. what a bumpy tour! we only just made it down and found a long, empty beach with fantastic rock formations.

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